Töltrausch – Herzlich Willkommen !

Hervorgehoben

 Harmonie und Freude durch Reitkunst 

 Tölten ist Lebensfreude pur!

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Töltrausch.

Die Leichtigkeit, Freude und auch das Rauschgefühl eines tollen Tölts werden Sie nicht mehr loslassen.

Genießen Sie das Gefühl, wenn Herz des Reiters und Hufschlag des Pferdes sich treffen.

Es wird Sie begeistern und nie mehr loslassen!

Lesen Sie gerne auch unseren Artikel zum Thema Tölt: Tölt -can´t stop, won´t stop

Informieren Sie sich auf unserer Webseite und lesen Sie unsere weiteren Artikel (siehe unten)……..Viel Spaß!

Zitat zum Wochenende

“ Reiten ist Wille ins Weite, ins Unendliche.

Wenn deine Seele eins mit der Kraft deines Pferdes

etwas Anderes als die Unendlichkeit vor sich sieht,

so begreift sie die Fülle der Geheimnisse nicht.“

Rudolf Binding

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Wir wünschen Ihnen und Ihren Pferden und Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir möchten uns bei Ihnen auch ganz herzlich für für ein erfolgreiches und tolles Jahr 2014 bedanken. Danke für Ihr Vertrauen und für die vielen netten Stunden und Gespräche. Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2015 mit Ihnen und Ihren Pferden und senden viele gute Wünsche!

Entwurmung – In Zukunft ist ein Umdenken erforderlich!

In vielen Ställen ist es bisher üblich die Pferde viermal im Jahr gemäß den Empfehlungen des Tierarztes zu entwurmen. Bisher dachten wir, dass die Pferde so ausreichend vor Wurmbefall geschützt sind. Leider ist dies nicht richtig. In Zukunft ist hier ein Umdenken erforderlich, weil sich gegen die vorhandenen Präparate Resistenzen gebildet haben und diese daher nicht mehr wirksam sind. Neue Präparate sind leider nicht in Sicht, so dass sich bereits einige Tierkliniken für alternative Entwurmungsmöglichkeiten einsetzen. Jeder Pferdehalter sollte sich daher baldmöglichst mit einer möglichen Alternative zur Entwurmung seiner Pferde befassen. Denn das gefährliche: eine Verwurmung sieht man dem Pferd leider erst sehr spät oder gar nicht an! Für den interessierten Pferdehalter haben wir folgende Empfehlungen zum Weiterlesen:

www.selektive-entwurmung.com

www.equivetinfo.de/html/wurminfektionen.html

Ein Loblied auf effektive Mikroorganismen -EM-

Schon seit einigen Jahren möchten wir auf einen wichtigen Helfer in der Pferdehaltung unserer Islandpferde nicht mehr verzichten: Effektive Mikroorganismen, kurz: EM.

Die Einsatzmöglichkeiten für EM sind sehr vielfältig. Wir haben tolle Erfolgen in der Behandlung von Sommerekzem, Wunden und Strahlfäule gemacht. Auch in der Fütterung kann EM hervorragend eingesetzt werden z. B. zum Aufbau des Immunsystems nach Impfungen oder Wurmkuren etc. Wir füttern EM entweder in flüssiger Form oder fermentiert als Bokashi. Es wird von unseren Pferden sehr gerne gefressen.

EM bewirkt eine Milieuverbesserung und der gesamte Organismus gesundet.

In „Das Islandpferd“ Nr. 2/2014 beschreibt Steffi Wagner, Besitzerin des Oedhofs, wie der Pferdemist mit Hilfe von EM sehr viel schneller als üblich, kompostiert werden kann. Schon nach sechs bis acht Wochen wird der Mist durch den Einsatz von EM zu Kompost und kann als wertvoller Dünger auf die Weiden gebracht werden.

EM ist zudem sehr preiswert. Kleine Mengen sind bereits ab 5€ je Liter zu beziehen. Da für die meisten Anwendungen EM noch 1:5 bis 1:200 verdünnt wird, kommen wir mit kleinsten Mengen auch längere Zeit aus.

Wir empfehlen Ihnen EM daher gerne weiter. Ein sehr kostengünstiger und vielseitiger Helfer in der täglichen Pferdehaltung.

Benutzen Sie bereits effektive Mikroorganismen für Ihre Pferde?

Schreiben Sie uns gerne Ihre Erfahrungen!

Zum Weiterlesen empfehlen wir Ihnen das Buch „EM-Lösungen für Pferde“ von Ernst Hammes.

 

Bildungskonferenz FN „Stellenwert des Trainers, erfolgreiches Lehren und Lernen im Pferdesport“

Wir freuen uns, dass wir an der Bildungskonferenz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung auf dem Landgestüt Redefin teilnehmen durften.

Zum Auftakt der Veranstaltung referierte Dr. Andrew McLean, ein australischer Verhaltensforscher, der sich intensiv mit dem Thema: „wie lernen Pferde?“ beschäftigt hat. Dr. McLean erläuterte einige Grundlagen zu Ethologie, dem natürlichen und angeborenen Verhalten sowie der Lerntheorie und führte mit einem sehr spannenden Vortrag durch den Vormittag der Veranstaltung.

Besonders hervorzuheben ist, dass das Pferd keinen, bzw. nur einen rudimentär angelegten prefrontalen Cortex (Teil des Frontlappen der Großhirnrinde) hat und daher nicht die Fähigkeit besitzt Pläne zu schmieden oder Vorstellungen zu entwickeln. Ein Pferd lebt immer im Hier und Jetzt und hat nicht den Plan „den Menschen heute mal zu ärgern“. Das heißt für den Trainer, wenn ein Pferd sich benimmt wie ein junges, rohes Pferd, dann muss es geritten werden, wie ein junges und rohes Pferd; auch wenn es gestern noch alles konnte.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Berührung des Pferdes durch den Menschen. In einigen Studien wurde belegt, dass durch gegenseitige Fellpflege der Pferde sowie auch durch Berührungen durch den Menschen die Herzfrequenz des Pferdes absinkt. Daher sind Berührungen in der Pferdeausbildung sehr wertvoll und sollten durch den Trainer auch für den Abbau von Stress genutzt werden.

Es folgten weitere Ausführungen zur Natur der Pferde. Pferde leben in einer komplexen Sozialstruktur mit dynamischen Dominanzverhalten, d. h. es gibt keine starre Hierarchie und keine dauerhaften Leittiere.  Ist ein Leittier z. B. satt, verteidigt es das Futter nicht mehr gegenüber den rangniedrigeren Pferden. Oft wird dies auch als Führung, die durch Ressourcen der Pferde bedingt und dadurch verformbar ist, beschrieben.  Hengste erkunden neue Umgebungen für die Herde. Dr. McLean hat darauf hingewiesen wie wichtig eine Herde für die Pferde ist, um eine Bindungsfähigkeit zu entwickeln. Er empfiehlt z. B. das Fohlen auch länger als die üblichen 6 Monate bei der Mutterstute zu belassen damit die Bindungsfähigkeit des Pferdes besser gestärkt wird. Dies mache sich in der späteren Ausbildung bezahlt.

Für das Training von Pferden (Training=zielgerichtetes Lernen) sind die folgenden Techniken wichtig:

1. systematische Desensibilisierung: es wird dem Pferd durch Gewöhnung z. B. beigebracht, dass eine Plastiktüte nicht gefährlich ist

2. Annäherungs-Konditionierung: ein gespenstisches Objekt wird entfernt, sobald das Pferd mutig auf das Objekt zu geht z. B. vorsichtiges Wegziehen des Klappersackes

3. Gegenkonditionierung: das Pferd wird mit dem angstauslösenden Objekt in Kontakt gebracht und mit Futter belohnt

4. Überschatten/Überlagern: dem Pferd werden kleine Aufgaben gestellt, während es sich in einer angstauslösenden Situation befindet z. B. Pferd hat Angst vor dem Zuschauerapplaus und Reiter bzw. Führer fragt das Pferd nach kleinen Schritten vor und zurück, um es abzulenken bzw. die Gefahr zu überlagern

Beim Reiten wird oft das Prinzip des negativen Verstärkens eines Reizes genutzt. Negativ wird in diesem Zusammenhang als ein „wegnehmen“ verstanden.  Reagiert das Pferd richtig auf den treibenden Schenkel, lässt der Schenkeldruck des Reiters sofort nach. Auch das positive Verstärken eines Reizes wird in der Pferdeausbildung gern genutzt. Positiv bedeutet analog des oben erläuterten, etwas „hinzufügen“, z. B. das Pferd sofort durch Futter, ein Kraulen des Widerristes oder auch durch erlernte Geräusche wie Klicker zu belohnen.

Für das Lernen von Pferden ist ein vorhersagender Stimulus z. B. „Stimme kommt vor der Zügelhilfe“ oder „erst kommt leichter Schenkeldruck, dann ggf. erst die Gerte“, sehr wichtig. Erst mit diesem vorhersagenden Signal wird Lernen möglich, da es für das Pferd nun kontrollierbar und vorhersehbar wird und somit verstanden werden kann. Es hat nun die Möglichkeit selbstsicher zu werden, denn Lernen ist nur bei Vermeidung von langanhaltender, hoher Erregung im Zustand einer Grundentspannung möglich.

Für interessierte Leser haben wir hier die Webseite von Dr. Andrew McLean verlinkt.

In der Mittagspause der Veranstaltung durften wir an einer kurzen Gestütsführung im Landgestüt teilnehmen. Eine tolle Anlage! Hier möchten wir gerne auch mal trainieren.

Am Nachmittag schlossen sich praktische Demonstrationen (Bodenarbeit, Arbeit mit einem Voltigierpferd und Reitunterricht zum Teil mit Mentorenbegleitung) an. Es waren schöne Vorstellungen zu sehen und es gab immer wieder die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dr. Andrew McLean hat auch immer wieder die gezeigten Bilder kommentiert. Nur eine der gezeigten Reitvorführungen hat uns gar nicht gefallen. Das Pferd war die ganze Zeit hinter der Senkrechten in zu starker Beizäumung (Rollkur). Hier gab es keinen Hinweis des Ausbilders, dass dies nicht die gewünschte Haltung ist oder Ansätze einer Korrektur. Schade! Die Richtlinien sagen leider noch oft etwas anderes als die gelebte Praxis.

Insgesamt war es eine sehr lehrreiche Veranstaltung. Besonders aus dem Vortrag von Dr. McLean werden wir einiges in die Praxis mitnehmen.

 

 

Oh wie ist das schön! Kurs II bei Honza Blaha

Nun hatten wir schon zum zweiten Mal die Gelegenheit eine Fortbildung bei Honza Blaha zu besuchen. Honza ist Trainer für Horsemenship und ein Meister der Freiheitsdressur. Sein Trainingskonzept für Horsemanship bilden die folgenden Punkte seiner “Line free collection” :

1. Anhalten und Rückwärtsrichten mit Blick zum Menschen

2. Hinterhand weichen lassen, Pferdenase kommt zum Menschen

3. Folgen

4. Unter Druck folgen

5. Pferd sucht den Kontakt zur Hand des Menschen „Handkuss“

6. Schulterbeweglichkeit -laterale und vertikale Biegung-

7. Ying-Yang

8. Zirkeln

9. Schulterherein

10. Entspannung

9. Kraft

Honza hat seine Schüler mit Ihren Pferden dort abgeholt, wo sie gerade stehen und mit sehr viel Pferdeverstand, Sensibilität und Liebe zum Pferd unterrichtet. Der Kurs fand auf Englisch statt und war dank Honzas lebendiger Vortragsweise leicht zu verstehen. Honzas Ziel ist ein Pferd, welches immer wieder den Kontakt mit dem Menschen sucht. Mit einem schönen Zitat aus dem Kurs wieder gegeben: „Follow me is a thank you!“ Der Wunsch des Pferdes beim Menschen zu sein wird immer wieder gestärkt. Die Beziehung und Harmonie zwischen Pferd und Mensch und der Aufbau von Vertrauen steht immer im Vordergrund: „Never loose contact!“

Ziel der Arbeit ist es zur freien Versammlung zu gelangen.

Wir haben sehr viel in diesem Kurs gelernt. Auch kleinste Details sind wichtig z. B. den Stick in der Bodenarbeit auf verschiedene Arten zu benutzen und so einzusetzen, dass das Pferd das Konzept der Seifenblase noch besser versteht. Am Anfang der Freiarbeit „Liberty“ ist es wichtig einen langen Stick zu benutzen, da ein langer Stick bessere Einwirkungen erlaubt und eine ganz andere Haptik hat.

Eine unserer Aufgaben war es Entspannung zu finden um das Pferd noch mehr bei uns zu haben. Gar nicht so leicht in fremder Umgebung mit weiteren anderen Pferden und vielen unbekannten Dingen um uns herum. Hierfür war es notwendig die Seifenblase zum Teil nicht zu beachten um dann dem Pferd jedesmal wieder die Möglichkeit zu geben sich bewußt für die Entspannung zu entscheiden. Ein Senken des Kopfes schaltet den Fluchtreflex des Pferdes aus und ist nur möglich, wenn das Pferd Vertrauen hat. Durch kleine feine Übungen nahm das Vertrauen zwischen Pferd und Mensch spürbar zu und so entwickelte sich nach und nach ein mehr und mehr entspanntes, losgelassenes Pferd.

Eine weitere Aufgabe war es die Schulterkontrolle weiter zu verbessern. Die Schulterkontrolle ist sehr wichtig, weil sie dem Pferd sehr viel Balance gibt. Es ist ein tolles Gefühl die Schulter des Pferdes ganz leicht und mühelos zu beinflussen; hat es das Pferd erst einmal gut verstanden. So macht Gymnastizierung Spaß!

Zum Beenden einer Übung haben wir, je nach Gefühl, mal eine Entspannungspause mit dem Pferd eingelegt oder uns durch ein „Du darfst dich mir anschließen“ (Folgen) belohnt. Am Ende einer Übungseinheit stand immer ein gutes Gefühl für Pferd und Mensch.

Auch das freie Reiten im Kurs hat uns gut gefallen. Für das Reiten (ohne Zügel und Sattel) gilt die folgende Ausbildungsskala:

1. Anhalten

2. seitliche Biegung

3. Wenden

4. Geradeaus

5. Zirkel reiten

6. seitliche Biegung auf dem Zirkel

7. Anhalten in seitlicher Biegung

8. Dehnungshaltung auf dem Zirkel

9. Schulterherein auf dem Zirkel

Insgesamt war es ein sehr lehrreicher Kurs mit vielen tollen Eindrücken und sehr vielen harmonischen Bildern, der unseren Pferden und uns sehr viel Spaß gemacht hat.

Danke liebes Team vom Islandpferdhof Klewerhaaf für die super Organisation, den Kursteilnehmern für die vielen netten Gespräche und natürlich Honza ganz herzlichen Dank für den tollen Unterricht!

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Unseren ersten Kursbericht bei Honza haben wir hier verlinkt!